
Diskussion mit Ratsmitglied Werner Esser zum Fahrradstraßenkonzept
Zum Stammtisch des Ortsvereins Bonn-Süd am 3. April im "Lindenhof“ in Kessenich kamen viele Gäste.
Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Dr. Joachim Köhler, begrüßte die Anwesenden und insbesondere den Referenten des Abends, den Stadtverordneten Werner Esser.
Werner Esser skizzierte das Fahrradkonzept der Stadt Bonn, das eine durchgehende Fahrradstraße von Bad Godesberg bis zur Bonner Innenstadt - auch durch die Burbacher Straße - vorsieht. In einer Fahrradstraße haben Radfahrer grundsätzlich Vorrang gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern. Werner Esser machte zu Beginn bereits deutlich, dass er persönlich die Burbacher Straße nicht für eine Fahrradstraße geeignet hält.
Es entwickelte sich eine sehr rege Diskussion, in der die kontroversen Argumente der Radfahrer sowie der Autofahrer und der Anlieger aufeinanderprallten.
Es wurde eine Vielzahl von Vorschlägen gemacht, um den Fahrradverkehr zu fördern und der gesamten Verkehrssituation gerecht zu werden: z. B. Ausbau des bahnparallelen Radwegs, Öffnung der Einbahnstraße für Radfahrer, Umdrehen von Teilstücken der Einbahnstraße zur Verkehrsberuhigung und Umwandlung der Burbacher Straße in eine Anliegerstraße.
Um den Interessen der unmittelbaren Anlieger und den Kessenicher Geschäften gerecht zu werden, dürfte die Zahl der Parkplätze nicht verringert werden.
Die Anregung, in der Pützstraße geeignete Fahrradständer einzurichten, griff Werner Esser sofort auf und kündigte einen entsprechenden Antrag im Rat an.
Ohne eine Patentlösung gefunden zu haben, war man sich am Ende doch weitgehend einig, dass, wenn alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen, es möglich sein müsste, dass Radfahrer die Einbahnstraße - ohne Vorrang - auch in Gegenrichtung benutzen können.
Für weitere Anregungen und Vorschläge zeigte sich Werner Esser auch im Namen der SPD-Ratsfraktion sehr offen und würde sich über entsprechende Rückmeldungen aus dem Kreis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.