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SPD Bonn-Süd
 

Nach der Bezirksvertretung Bonn: SPD kritisiert schwarz-grüne Beruhigungspille für den F. A.-Schmidt-Platz

Ratsfraktion

In ihrer Sitzung am 15. Oktober hat die Bezirksvertretung Bonn mit den Stimmen von CDU und Grünen einen Beschluss zum Dottendorfer F. A.-Schmidt-Platz gefällt, den die SPD mit Nachdruck kritisiert.

„Der F. A.-Schmidt-Platz gehört zu den schlechtesten Sportplätzen in ganz Bonn. Seit 2011 ist der Tennenplatz wegen einer Absenkung aus Sicherheitsgründen sogar teilgesperrt. Immer wieder wurde die Entscheidung über die Zukunft des Platzes in den vergangenen Jahren auf die lange Bank geschoben“, so beschrieb Herbert Spoelgen, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bonn, die traurige Geschichte des Sportplatzes vor der Sitzung und ergänzte, ein Beschluss zur Sanierung für 220.000 Euro, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, sei also dringend angezeigt.

Peter Kox, sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn, und die Dottendorfer Vereinsvertreterinnen und -vertreter bezweifeln, dass der Platz für die nun von CDU und Grünen vorgeschlagene Summe von insgesamt max. 100.000 Euro – Hertha Bonn hatte eine Eigenbeteiligung mit 30.000 Euro angeboten – wieder spielfähig gemacht werden kann. Denn er ist in einem wirklich desolaten Zustand. „Wir brauchen nun schnell eine Auskunft der Verwaltung, ob die von der Koalition vorgeschlagene Summe für die Herstellung des Spielbetriebs ausreicht“, fordert Kox. „Denn wenn die Verwaltung zu der Einschätzung gelangt, dass das nicht der Fall ist, rückt die Sanierung des Platzes in weite Ferne. Er wird dann wieder hinten auf der Prioritätenliste eingereiht. Und dann passiert bis 2020 gar nichts mehr“, ist auch Spoelgen besorgt.

Vor allem vor dem Hintergrund der jüngsten „Es muss doch billiger gehen“-Diskussion, bei der die Koalition bereits projektierte Kosten um mehr als die Hälfte streichen wollten, sind die beiden Sozialdemokraten skeptisch. „Hier ist der Versuch grandios gescheitert. 400.000 Euro ‚durfte‘ das Kinderbecken im Römerbad kosten. 670.000 Euro sind es nun. Diese Kosten-Rechthaberei ist genau das Stückwerk, das nachhaltige Sanierungen städtischer Liegenschaften verhindert.“