Alles hat seine Zeit – Ein Ortsverein bleibt lebendig, wenn er sich zeitgemäß verhält aber seinen Wurzeln treu bleibtAnfang Februar 1912 hat sich in der Gaststätte „Mertens“ in Kessenich ein Ortsverein der SPD für Kessenich und Dottendorf gegründet. Eine Einladung zur Gründung des Ortsvereins findet sich in der Rheinischen Zeitung, seinerzeit die SPD-Zeitung aus Köln.
Ein fröhliches Fest zum 100 jährigen Bestehen des SPD-Ortsvereins Bonn-Süd
Allgemein
Alles hat seine Zeit – Ein Ortsverein bleibt lebendig, wenn er sich zeitgemäß verhält aber seinen Wurzeln treu bleibt
Anfang Februar 1912 hat sich in der Gaststätte „Mertens“ in Kessenich ein Ortsverein der SPD für Kessenich und Dottendorf gegründet. Eine Einladung zur Gründung des Ortsvereins findet sich in der Rheinischen Zeitung, seinerzeit die SPD-Zeitung aus Köln.
Die Gaststätte gibt es nicht mehr. Das Haus in der Pützstraße wurde abgerissen. Den Ortsverein gibt es noch. Nun schon seit 100 Jahren. Wir waren und sind ein lebendiger und kreativer Ortsverein. „Für uns ist es wichtig immer nah bei den Menschen in unseren Ortsteilen zu sein. Nicht nur wenn Wahlkämpfe anstehen sind wir bei Vereinen und mit Ständen und Aktionen vor Ort präsent“, so die Vorsitzende Isolde Kießling. Die beiden Stadtverordneten Miriam Schmidt und Werner Esser halten regelmäßig Bürgersprechstunden ab und haben für Bürgeranliegen immer ein offenes Ort. Jeden ersten Mittwoch im Monat findet zu unterschiedlichen Themen ein öffentlicher politischer Stammtisch statt.
Zur Jubiläumsfeier sind zahlreiche Gäste aus dem Ortsverein, Vereinen und Mandatsträger wie der Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber und die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Bärbel Richter, gekommen. In seinem Grußwort würdigte Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch das Engagement der SPD Bonn-Süd. „Ich komme immer gerne nach Kessenich, hier fühle ich mich zu Hause“, so der Oberbürgermeister.
SPD-Unterbezirksvorsitzender und Historiker, Ernesto Harder, ging auf die bewegte Geschichte der ältesten Partei Deutschlands ein und hob die gemeinsamen Werte hervor: „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ prägen gestern und heute Sozialdemokaten“.
Begeistert aufgenommen wurde ein kurzer Film zum Ortsvereinsleben der 70er und 80er Jahren, den das Ortsvereinsmitglied Franz Nitz, zusammengestellt hat. Auch in einer kleinen Zusammenstellung von Plakaten, Fotos und alten Ausgaben der Stadtteilzeitung „Kess&Dott, die der Ortsverein schon seit vielen Jahren herausgibt, wurden die vergangenen 100 Jahre wieder lebendig. Viele der Gäste freuten sich, sich selbst oder andere wiederzuerkennen.
Jochen Dieckmann, langjähriger ehemaliger Ortsvereins- Unterbezirks- und Landesvorsitzender der SPD und Minister, gab mit Geschichten und Anekdoten einen Einblick in das Ortsvereinsleben; besondere Ereignisse und Mitglieder, die sich vor Ort und darüber hinaus hervorgetan haben. „Dass das so gekommen ist, liegt vor allem an den Menschen, die sich für die Sache der Sozialdemokratie engagiert haben,“ so Dieckmann in seiner Rede.
Besonders stolz ist der Ortsverein auf den Erfolg bei der Landtagswahl und dass es gelungen ist, mit und für Renate Hendricks erstmals den Bonner Südwahlkreis direkt zu gewinnen. Die alte und neue Landtagsabgeordnete würdigte die anwesenden Parteijubilare, die für 40-jährige Parteimitgliedschaft geehrt wurden und gab einen Ausblick, auf die zukünftige Regierungspolitik.



