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SPD Bonn-Süd
 

Also doch: CDU und FDP wollen linksrheinische "Südtangente"

Kommunalpolitik

Die Katze ist aus dem Sack: Bonner CDU und FDP wollen die Planungen für die sogenannte "Südtangente", also die Verbindung von A3 (Köln-Frankfurt) und A565 (Bonn-Meckenheim) mitten durch Bonn, nun doch aktiv vorantreiben. Auf der Podiumsdiskussion der Industrie- und Handelskammer am 11.9. bestätigten das die Bundestagskandidaten beider Parteien auf mehrmalige Nachfrage.

 

FDP-Bundestagskandidat Graf Lambsdorff widersprach dabei sogar ausdrücklich dem Bonner FDP-Landtagsabgeordneten und Vize-Ministerpräsidenten Joachim Stamp, der den linksrheinischen Teil der "Südtangente" ablehnt, und machte deutlich, dass er auf jeden Fall beide Seiten der neuen Fernverkehrsverbindung durch Bonn bauen will.

CDU-Bundestagskandidatin Lücking-Michel, die sich vor der letzten Bundestagswahl 2013 noch gegen die "Südtangente" ausgesprochen hatte, will jetzt die Planungen ebenfalls auf beiden Rheinseiten vorantreiben. Sie begründete dies damit, dass der Bund nur eine durchgehende Fernstraßenverbindung bezahle.

Damit stellt sich Lücking-Michel gegen ihren Parteifreund und Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan, der sich mehrfach gegen den "Venusbergtunnel" als Teil der linksrheinischen "Südtangente" ausgesprochen hatte.

Die Bonner SPD und Bonns Bundestagsabgeordneter U1rich Kelber lehnen die "Südtangente" weiter entschieden ab. So wie wir es Ihnen zugesagt haben!
 

Was ist die "Südtangente"?

Die "Südtangente" soll nach dem Willen der Befürworter als vierspurige Bundesstraße rechtsrheinisch von der A3 bei Birlinghoven über eine Brücke (Pleisbachtal) und eine oberirdisch bzw. im Trog verlaufende Straße bis auf Höhe der Orte Nieder- und Oberholtorf verlaufen. Dort soll es durch einen Tunnel bis zur A562 (Südbrücke) und über den Rhein gehen. Auf der linksrheinischen Seite soll die Straße durch Friesdorf/Dottendorf (offen oder im Tunnel) und dann in einen Tunnel (Venusbergtunnel) führen. Unterhalb von Ippendorf und oberhalb von Lengsdorf endet der Tunnel mit einer großen Brücke über das Katzenlochbachtal. Im weiteren Verlauf gibt es zwei Trassenvarianten: Entweder Anbindung des Adenauerdamms oder eine oberirdische Führung zwischen Röttgen und Ückesdorf bis zur A565. Das Bundesverkehrsministerium gibt die Kosten mit knapp 800 Millionen Euro an, Preissteigerungen seit 2014 sind dabei aber noch nicht eingerechnet.